Praxis Dr. med. Stephan von Arx

Arnika

Aktuelles

zum Kostenproblem im Gesundheitswesen: siehe unter “GEDANKENSPLITTER”

Ferner:

…aktuell  interessante, auch unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Lektüre:

Es

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Es geht in diesem Buch um eine Interpretation   des ”Alten Testaments”. Es ist ein Buch, in welchem von erzählenden Menschen, die Geschichten über  Erlebnisse und Erfahrungen von andere Menschen in der Vergangenheit weiter erzählt wurden  von Generation zu Generationen in im Gebiet von Palästina. Später wurden diese Geschichten dann aufgeschrieben, auch wieder abgeschrieben, wohl auch hie und da verändert, bis zu der Form, in der wir das AT heute kennen. Es ist Menschenwerk und es erzählt, was uns Menschen alles passieren kann., wie wir auf bestimmte Ereignisse und Situationen reagieren.  Das Verhalten von  Menschen vor tausenden Jahren kommt uns manchmal recht bekannt vor. Es hilft uns, uns selber zu verstehen, denn wir reagieren auf Wechselfälle des Lebens nicht anders als die Personen im AT.  Die gesamte Geschichte ist ein Teil  der Evolution des Menschen . Wir möchten wissen, woher wir kommen, wohin wir gehen und vor allem möchten wir verstehen, warum wir uns in bestimmten  unangenehmen oder auch erfreulichen Situationen auf eine ganz persönliche Weise verhalten. Wir haben bestimmte Verhaltens-Muster geerbt, andere durch Erfahrung erworben. Viele Generationen vor uns  beschäftigten sich mit  den gleichen Fragen. Die Anthropologie als Wissenschaft publiziert immer wieder Neues darüber , und die Anfänge der Menschheit werden immer weiter in der Vergangenheit datiert. Jedenfalls ist das “Tagebuch der Menschheit” eine faszinierende Variante über diese Fakten. Viele Aussagen decken sich mit eigenen Ideen und Vermutungen. Um dieses Buch zu lesen und  zu verstehen, muss man nicht gläubig sein…! Neugier genügt… Lesenswert!.

“Ich hätte nie für möglich gehalten, dass die berühmten Geschichten über den Garten Eden, die Arche Noah oder die Bergpredigt sich als derart einzigartiges Zeugnis der Anthropologie erweisen würden“

Jared Diamond, Pulitzer-Preitäger

Weitere Lektüre zur Erklärung der Vergangenheit  und Überlegungen zur ZUKUNFT des Menschen…_über die Vergangenheit und mögliche Zukunft des Menschen

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Autorentext Yuval Noah Harari wurde 1976 in Haifa, Israel, geboren. Er promovierte 2002 an der Oxford University. Aktuell lehrt er Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Weltgeschichte. Sein Weltbestseller Eine kurze Geschichte der Menschheit wurde in fast 40 Sprachen übersetzt. Zusammenfassung In seinem Kultbuch

Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte.

In „Homo Deus“  Eie kurze Geschichte von morgen stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien (künstliche Intelligenz,  Digitalisierung etc. )  dem Menschen vermeintlich gott-ähnliche  Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen “Religion” des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und v.a. Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.  

Dargestellt sind Entwicklungsmöglichkeiten. Noch immer haben wir die Möglichkeit, ungünstige Entwicklungen zu  verhindern. Das Buch soll aufzeigen, wie es kommen KOENNTE.

Nun zum Thema  des Buches "Homo Deus" bezüglich Medizin
Welche Chancen und Risiken sind z.B. mit der zunehmenden Digitalisierung  verbunden?

Im  Bereich Medizin ist zu Beachten:

Künstliche Intelligenz (KI) / Digitalisierung: Es gibt immer mehr Computersysteme resp. Programme, auf welchen Algorithmen z.B. betreffend  Diagnostik und Behandlung von Krankheiten wie auch viele andere Problem-Lösungsversuche des täglichen Lebens programmiert werden können. Suchprogramme, TV-Sendungen, Zeitungsbeiträge etc.  können für den Gesunden und Kranken Informationen und Erklärungen liefern, können ihn aber auch in eine falsche  Richtung lenken (Desinformation) und unbegründbare Hoffnungen oder unberechtigte Aengste erzeugen. Nicht alles Machbare muss tatsächlich immer auch gemacht werden, sondern nur dann, wenn es dem Patienten wirklichen  und echten Nutzen bringt. Sonst dient es nur der Neugier  des Arztes und/oder zur  Amortisation der Infrastruktur, Geräte etc.. Aus diesem Grund  tragen die  Gestalter von  “Gesundheits-Sendungen” auf allen Kanälen des TV, und auch der gedruckten Medien,  Gesundheits-”Ratgeber”  etc., eine grosse Verantwortung.  Die Information muss korrekt, inhaltlich verständlich und nicht-überfordernd sein. Zu hinterfragen ist auch das Sponsoring solcher TV-Produktionen durch  Pharma, Spitalgruppen etc.  Letztendlich  muss der Zuschauer entscheiden, welche Info für ihn verständlich und  nützlich  ist.  GANZ WICHTIG ist der koordinierende und informierende Hausarzt in den Entscheidungsprozessen des Patienten. Also: Fördert die Hausärzte! Als  Konsument von “Medizin-Leistungen” im weitesten Sinn darf und  soll man den Arzt  immer fragen:  zu was dient  diese Untersuchung resp. Therapie und  was geschieht, wenn ich es nicht  machen lasse? Sind sie einverstanden mit einer zweiten Meinung ? …. Welches  sind die  Chancen und Risiken solcher neuen Systeme?

Schlussfolgerung: passen wir also auf, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Systeme der künstlichen Intelligenz uns bestenfalls noch als”Sklaven” oder wie eine Art Haustiere halten….eher ernst zu nehmen !

 

Ebenfalls SEHR lesenswert: (sîehe auch Kapitel “Stress/Distress”)

Das passende Leben - ePUB

Jeder wünscht sich ein erfülltes Leben, das rundum passt. Doch so simpel es scheint, so schwer ist es, im Einklang mit sich und anderen zu leben. Meist gilt es, fremdbestimmt Erwartungen in verschiedener Hinsicht zu erfüllen. Doch:  es ist grundsätzlich möglich: Wir können unsere Stärken und Begabungen weiterentwickeln und diese auch  leben. Welche besondere Rolle unsere Individualität dabei spielt, was sie ausmacht und welche Grundbedürfnisse uns formen, hat Remo H. Largo jahrzehntelang erforscht. In seinen einzigartigen “Zürcher Langzeitstudien ” (begonnen  durch die  Proff. Fanconi, Prader von der Universitätskinderklinik Zürich) begleitete Dr. R. Largo  Generationen von Kindern und Erwachsenen während ihrer Entwicklung . Das »passende Leben« zu verwirklichen, ist unsere grösste Herausforderung, aber auch Chance. Ein optimistisches, lebenspraktisches Buch, das nicht nur jedem einzelnen von uns neue Perspektiven auf seine individuellen Kompetenzen eröffnet, sondern auch unser Zusammenleben positiv verändert.Es tut immer gut, mal den Ballast von Philosophiegeschichte und Ökonomie abzuwerfen und aus einer anderen Sicht frisch auf das

 

 

Zur Information  des Lesers:  Was ist ein Algorithmus ?

Ein Algorithmus ist eine eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen. Zum Zweck der  Problemlösung wird durch eine bestimmte Eingabe in  das Computer-Programm   eine bestimmte Ausgabe,  Antwort resp. Lösungsvorschlag  ausgelöst  (aus Wikipedia).

Im technisch-konstruktiven und planerischen Bereich ist in Form von Robotik der Wert und Sinn dieser Technologie schon seit Jahrzehnten gebräuchlich. Der denkende Mensch muss einfach den Anwendungsbereich kritisch definieren und System-bedingte Risiken einschätzen und gegebenenfalls vermeiden wollen und können. Es ist immer gefährlich, eine Technologie unkontrolliert auf den Weg zu schicken. Die Technologie denkt nicht selbst an das Gefahrenpotenzial, auch wenn viele fatale Fehlermöglichkeiten durch Vorsichtsmassnahmen verhindert werden. Murphy’s Gesetz ist auch hier immer präsent.

Murphys Gesetz lautet:

“Anything that can go wrong will go wrong”

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Algorithmen bestehen aus endlich vielen, wohldefinierten Einzelschritten. Damit können sie   als Vorschlag  resp. zur Ausführung z.B.  in einem Computerprogramm implementiert, aber auch in menschlicher Sprache formuliert  und  vermittelt werden.  Deshalb ist die Kommunikationsfähigkeit der Aerzte sehr wichtig. Als Konsument: FRAGEN Sie, bis Sie eine verständliche Antwort durch den Arzt erhalten !

Zum ernsthaften Ueberdenken: Was bedeutet  dies für Aerzte und Kranke ?

Dazu: Interview mit dem ‘Medical Futurist’ Bertalan Meskó

Zum aktuellen Trend:  Dass sich in unserem Gesundheitssystem in nächster Zeit vieles ändern muss und wird, ist klar. Doch wie wird die medizinische Versorgung in 10 oder 20 Jahren aussehen? Dazu wurde von  Frau Luise  Recktenwald Herr  Bertalan Meskó befragt, der als ‚Medical Futurist‘ Zukunftsszenarien erforscht und analysiert: Der wichtigste Trend im Gesundheitswesen: Patienten- Empowerment:  Menschen, gesunde und kranke, ab  Kindheit/Schulalter entsprechend ihrer altersgemässen Lernfähigkeit ausbilden und  befähigen  zu möglichst viel Selbstkompetenz,  auch bezüglich der eigenen Gesundheit. Das Wissen vermehren  über die eigenen psychischen und körperlichen Eigenheiten und Fähigkeiten. Wissen vermehren über Prophylaxe und Selbsthilfe bei unkomplizierten   Gesundheitsstörungen. Hilfe zur Selbsthilfe. Schulung zum  Erkennen der eigenen Grenzen und Respektieren derselben…. Luise Recktenwald: Ihr Job ist es, die Zukunft der Medizin zu analysieren. Gibt es Entwicklungen, die selbst Sie überrascht haben? Bertalan Meskó: Allerdings! Ich könnte stundelang über diese Themen reden. Es ist ziemlich aufregend, ein Medical Futurist zu sein, denn Teil meines Jobs ist es, die gesamte Bandbreite medizinischer Entwicklungen zu betrachten und die herauszufiltern, die das Potential dazu haben, das Gesundheitswesen von Grund auf zu verändern. Patienten sollten im Fokus der Aufmerksamkeit stehen Als Freak ist mir klar, dass ich mit künstlicher Intelligenz und wahnsinnig interessanten Technologien daherkommen sollte. Aber auf Platz 1 meiner Trend-Hit-Liste steht Patienten-Empowerment, also die Ermächtigung der Patienten. Patienten sollten im gesamten Gesundheitswesen im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Patienten brauchen Gesundheits- und Krankheitsmanagement und dafür brauchen sie Daten und Technologien. In der Vergangenheit hatten wir noch nicht mal Zugang zu grundlegendenden Vital- und Gesundheitsparametern. Es ist eine unausweichliche Revolution, dass Patienten nun endlich die Chance haben, ihre eigene Gesundheit durch den Einsatz von Technologie selbst zu managen. Ich denke, das bringt die Patienten in den Fokus der Aufmerksamkeit – aber es bringt auch eine neue Verantwortung für die Patienten mit sich. Sie müssen Experten in Bezug auf ihre geistige, körperliche und emotionale Gesundheit werden und natürlich brauchen sie ärztliche Hilfe auf Augenhöhe, um die besten Entscheidungen treffen zu können. Weitere wichtige Trends: Kognitive Computer, Genomik & Co Um noch ein paar andere Beispiele zu nennen: Es ist kaum zu übersehen, dass ich von einer Menge Trends wie z.B. kognitiven Computern begeistert bin, die uns helfen können, die richtigen Informationen für egal welchen Patientenfall zu finden, indem Millionen medizinische Studien und Bücher innerhalb von Sekunden durchsucht werden können. Auch von Virtual Reality, Genomik und Augmented Reality bin ich ziemlich begeistert. Was bringt die Zukunft der Medizin? Luise Recktenwald: Sie hatten vorhin erwähnt, dass es Ihre Aufgabe ist, Trends in Gesundheitswesen und Medizin zu beobachten und die herauszufiltern, die das Potential haben, das Gesundheitswesen grundlegend zu verändern. Vielleicht können Sie ein Worst- und ein Best-Case-Szenario beschreiben, wie die Zukunft der Medizin in etwa 10 oder 20 Jahren aussehen könnte? Bertalan Meskó: Das ist eine wirklich gute, aber auch schwierige Frage. Das Worst Case Scenario: Gesundheitswesen ohne Menschlichkeit Betrachten wir zunächst das ungünstige Szenario – weil die Chancen dafür im Moment höher sind. Ich bin immer optimistisch, aber an diesem Punkt muss ich pessimistisch werden, denn wir sind nicht gewappnet. Weder Patienten noch Fachkräfte sind auf die kommenden Veränderungen und auf die technische Revolution in Medizin und Gesundheitswesen vorbereitet. Was also passieren könnte ist, dass sich die künstliche Intelligenz im Diagnostizieren von Patienten als besser erweist. Mit besser meine ich, dass sie billiger sein könnte als menschliche Mitarbeiter und Ärzte. Natürlich ziehen Patienten es vor, diagnostische Möglichkeiten und Behandlungen mit Ärzten durchzusprechen – falls es aber billiger sein sollte dies mit Algorithmen zu tun, dann wird es so kommen. Denn das Gesundheitswesen muss kosteneffizient und so günstig wie möglich sein. Wenn alles so weiterläuft wie bisher, wird die Menschlichkeit völlig aus der medizinischen Praxis verschwinden.   Das bedeutet, dass Ärzte und Patienten sich gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. Es wird Apps und Algorithmen geben, die Empathie und alles andere vorgaukeln können. Das gesamte Gesundheitssystem mutiert zu einer gesichtslosen, gewinnorientierten Industrie ohne zwischenmenschliche Interaktion.   Mir fällt kaum etwas Schlimmeres ein. Luise Recktenwald: Wollen Sie damit sagen, dass Algorithmen auch über die Behandlung entscheiden könnten? Bertalan Meskó: Ja, das denke ich! An einem gewissen Punkt können Algorithmen billiger sein, aber sie helfen den Patienten NICHT bei derGenesung, denn Menschensind keine Maschinen. Wir bestehen nicht ausschließlich aus Parametern und Daten. Bei der richtigen Entscheidung für die Behandlung geht es nicht nur um Datenmessung, um dann die Entscheidung aufgrund von Erfahrungswerten zu treffen. Es geht auch um Empathie. Wir brauchen Gespräche und wir brauchen die Menschlichkeit anderer, die uns durch diese Situationen hindurch helfen. Hier reichen Algorithmen und Roboter NICHT! Wir können keine Cyborgs werden, das ist nicht die Zukunft der Menschheit. Ich glaube, die Zukunft der Menschheit liegt im großen Nutzen von immer mehr und immer besseren disruptiven Technologien – aber dergestalt, dass wir Menschen und in Verbindung mit unserer Menschlichkeit bleiben. Was können wir tun, um die Menschlichkeit in der Medizin zu erhalten? Luise Recktenwald: Wie können wir vor dem Hintergrund, dass die Medizin immer technologischer wird, sicherstellen, dass die Menschlichkeit erhalten bleibt? Bertalan Meskó: Ich denke, das hängt von uns selbst ab. Indem ich Technologien nutze, um gesünder zu leben, versuche ich das Gesundheitswesen umzukrempeln und genau das ist es, was wir tun müssen. Jeder einzelne von uns. Als Ärzte sollten wir unsere Arbeitsweise verbessern, wir sollten uns digital weiterbilden, eine neue Fähigkeit, mit der wir zum Ratgeber für Patienten werden anstatt der Hüter der Schlüssels zum Elfenbeinturm der Medizin zu sein, der ohnehin nicht mehr existiert. Es gibt einige Regionen, keine Länder, aber immerhin Regionen in der Welt, wo das bereits so geschehen ist: Von der Cleveland und Mayo Klink bis zum Radboud Medical Center in Nijmegen in den Niederlanden – es gibt großartige Beispiele von Leuten, die wollten, dass dies Wirklichkeit wird. Als Patienten sollten wir anfangen, unsere Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Nichts und niemand wird das von oben ändern. Keine Regierung, kein politischer Entscheidungsträger, keine Obrigkeit kann das Gesundheitswesen von oben zum Besseren verändern. Wir müssen dies von unten tun. Jeder einzelne. Luise Recktenwald: Ist das schon ein Hinweis darauf, wie Best-Case-Szenarios aussehen könnten? Bertalan Meskó: Das Best Case Scenario: Maßgeschneidertes, kosteneffizientes Gesundheitswesen : Das Best-Case-Szenario liegt dann vor, wenn wir rechtzeitig verstehen, wie solche Technologien für uns nutzbar sind, speziell im Bereich Medizin und Gesundheit. Im Best-Case-Szenario geht es um ein Gesundheitssystem, das absolut maßgeschneidert und kosteneffektiv ist und dessen Grundlage sowohl menschliches Mitgefühl als auch medizinische Befunden sind, das sich aber trotzdem an die sehr schnellen technologischen Veränderungen anpassen kann. In Regionen, in denen überhaupt keine Gesundheitspflege vorhanden ist, weil es dort keine Ärzte gibt, bekommen Patienten dennoch medizinische Versorgung mittels Geräten und Technologien. Wenn es jedoch möglich ist, treffen sich Ärzte und Patienten vis-à-vis. Es wird Ärzten endlich möglich sein, sich auf die Patienten zu konzentrieren, weil alles andere bereits erledigt ist: Der Arzt wird sich nicht mehr damit herumschlagen müssen, Informationen per Tastatur einzugeben oder zu versuchen, die richtige Studie für seinen Fall aus 23 Millionen medizinischen Studien herauszusuchen. Der Patient kommt zu ihm mit allen Gesundheits- und Vital-Parametern, Blutmarkern usw., die er mit ein paar billigen, aber exakten Geräten zuhause messen kann. Auf Grundlage der Daten benötigt der Patient jedoch Fachwissen, es bedarf also der Hilfe des Arztes. Bertalan Mesko: Patienten mit Wissen über ihren eigenen Körper und Ärzte, die Experten auf ihrem Fachgebiet sind, treffen gemeinsam die beste Entscheidung – ich finde, das könnte das Best-Case-Szenario für die Zukunft der Medizin sein.       Postulate  des Verfassers (SvA):  Unumgänglich ist auch die Revision resp. Erweiterung der Ausbildung und Weiterbildung  der Aerzte  zum Spezialisten oder Grundversorger.(in den Spitälern!).  Spital-Assistenten sind Lernende(!). Das Schwergewicht in der Ausbildung  liegt heute auf  Anwendung der Medizin-Technologie im weitesten Sinn.   Dabei ist leider  Arbeit unter Zeitdruck und Ueberzeit leider  die Norm. Man nimmt Algorithmen zur Hilfe, um Zeit und  auch Denk-Aufwand zu sparen. Unbedingt  müssen aber dabei auch biologisches Basis-Wissen,  Fakten der Anthropologie und Evolution, und die Kunst der Anamnese (z.B. gem. Prof. Lown)  gelehrt, erlernt und in die tägliche ärztliche Arbeit implementiert werden.  Empathie,  Menschlichkeit  und Kommunikations-Fähigkeit sind unabdingbar. Hoffentlich hat der Jung-Arzt diese Fähigkeiten schon,  falls ungenügend, muss dies geweckt, geübt, angewendet, und  kontrolliert werden!   Und zwar durch die Lehrenden: Ober- und Chefärzte  die allerdings meist ebenfalls unter Ueberlastung stehen, oder schlimmstenfalls diese Eigenschaften  bei sich selbst auch  noch ausbilden müssen. Sie sind  also  mit dieser Aufgabe gefordert, resp. vielleicht auch überfordert……

Ziel muss sein, eine dem kranken Menschen, der  in einer Praxis erscheint, eine notwendige, seiner  aktuellen gesundheitlichen Störung angepasste Behandlung zu vermitteln, in welcher auch die Ursache gesucht und wenn  möglich entfernt wird. Es genügt nicht, einfach die (Warn-)-Symptome zu beseitigen.  Sonst kommen als erneute Warnung später auch wieder Symptome, in der selben oder in einer andern Form. Diese werden von den Medizinern als neue Krankheit verstanden und erneut abgeklärt, dabei ist es oft nur ein Zeichen, dafür, dass die URSACHE  und auch die  vorbestehende  Fehlbelastung weiterbesteht. Es erfolgt neue Abklärung  also  neue Kosten. Der unreflektierte Einsatz von pauschalen Algorithmen kann  auch dazu verleiten, z.B. diagnostisch Unnötiges  zu veranlassen, weil die Denk- und Entscheidungs-Automatik  das differenzierende analytische Vorgehen  zu ersetzen droht.

Die Kostenfolge ist unvermeidlich, weil system-immanent!…Also erzeugt der aktuelle Trend  immer mehr Kosten!

- Eine kritische Auseinandersetzumg mit dem System der Medizin und deren Anwendung ist dringend  nötig.

- Das Anreizsystem wirkt aktuell unvermindert weiter und muss deshalb entschärft werden.

- Neue Aerzte mit erweitertem Denken und stark ausgeprägter, auch ökonomischer,  Ethik  sind nötig.

 

Zulassung zum Medizin-Studium, (Numerus clausus):

Dieses ist weiterhin dringend  revisionsbedürftig, da mit dem heutigen unbefriedigenden System die Gefahr  besteht, dass für das Arzt-Werden Fähige  nicht zugelassen werden und weniger Geeignete die Hürde schaffen können.

interessante Literatur:

- Prof. Dr. med.  Giovanni  Maio  “Den kranken Menschen verstehen”

-id.   “Medizin ohne  Mass ?*

- id. “Geschäftsmodell Gesundheit”

- Prof. Frank Nager “Goethe der heilkundige  Dichter” (eine perfekte Schilderung der beiden Arzttypen in Goethes Faust.  1993  Noch immer  sehr AKTUELL!

Praxis Dr Stephan von Arx
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